Die Basilika Lorch als 1. Spielort ihres Stationentheaters „Grenzwall Enns“

„Miles Gloriosus“ ist eine Komödie von Titus Maccius Plautus, 250 v. Chr., einem römischen Dichter, der kritisch die Überheblichkeit des Legionssoffiziers Pyrgopolynices, einem Soldaten des römischen Reiches, beschreibt. Mit maßloser Selbstüberschätzung verletzt er die Grenzen anderer und erntet mit seinem Verhalten Spott und Hohn seiner Dienerschaft und Anhänger. Die Fundamente unseres ersten Spielortes, der Basilika Lorch, ruhen auf einer ehemaligen römischen Villa, deren gut renovierte Überreste man bestaunen kann. Der Reichtum einzelner römischer Bürger ist beeindruckend und vermittelt die Macht der Oberschicht gegenüber dem einfachen Volk.

 

Das Stadtamt Enns als 2. Spielort ihres Stationentheaters „Grenzwall Enns“

„Das Schachbrett“ steht für das strategische Spiel zwischen Macht und Glaube. Zwei ehemalige Freunde, jetzt Soldaten begegnen sich 1625 auf dem Schlachtfeld der Bauernkriege. Dieses Schattentheater soll die Grenzen zwischen Christen zeigen, den Katholischen und Evangelischen Glaubensbrüdern, die vor langer Zeit entstanden. Die zweite Spielstätte im Stadtamt Enns kam in unsere Auswahl, da dieses Gebäude sowie der Stadtturm Schauplätze des Bauernkrieges waren. Von den Fenstern des Spielortes kann der Zuseher einen Blick auf den mittelalterlichen Stadtplatz von Enns werfen. Speziell der Ennser Turm war ein Zankapfel. Vormals eine katholische Kirche, wurde der sakrale Bau abgerissen und als evangelischer Stadtturm errichtet, der nur dem Abbruch entkam, weil die Kosten hierfür zu teuer waren. Heute ist das Stadtamt das verwaltungspolitische Zentrum der BürgerInnen und verbindet Menschen, verschiedenster Religion und politischer Gesinnung.

 

Kulturzentrum d’Zuckerfabrik als 3. Spielort ihres Stationentheaters „Grenzwall Enns“

„Ennsbrücke“ handelt von Franz Steinmayr, Hanna Baumblatt und Margarethe Ottilinger, die in Enns lebten oder strandeten und durch die Diktaturen des 2. Weltkrieges viel erlitten oder sogar ihr Leben verloren. Ihnen zum Gedenken, haben wir mit der 3. Spielstätte „Zuckerfabrik“ einen Ort gewählt, der an ein weiteres Opfer, Bozena Skrabálek, des Nationalsozialismus erinnert. Es waren gerade diese Menschen, die uns den Weg in die Zukunft des heutigen Staates Österreich ermöglicht haben, weil sie für Solidarität und Menschlichkeit eintraten und uns heute mahnen, einen friedlichen Dialog zwischen den Menschen und Völkern anzustreben.

 

Das Pfarrzentrum Lorch als 4. Spielort ihres Stationentheaters „Grenzwall Enns“

„Alt versus Jung“ ist ein komisch absurdes Volkstheaterstück, das die unsichtbare Grenze zwischen Alt und Jung aufzeigt. Hier wird anhand von Alltagsgegenständen aufgezeigt, dass der Umgang mit elektronischen Geräten, Grenzen zwischen den Generationen zieht, die wir nur mit Hilfe des Humors überwinden können. Das Pfarrzentrum ist für uns ein Ort, an dem sich Menschen verschiedenen Alters treffen und miteinander leben und feiern. Darum wollten wir den Schluss des Stationentheaters hier her verlegen. Das Buffet im Pfarrzentrum ermöglicht uns, unsere ZuseherInnen mit regionalen Schmankerl zu verwöhnen.

 

 Transport

Für den sicheren Transport von einer Aufführungsstätte zur nächsten sorgt Kasis Reisen.